#ichhabssatt

#ichhabssatt!

#ichhabssatt!

Jeden Tag werden wir in unserem Berufsalltag mit den Missständen innerhalb und rund um die eigene Profession der Sozialen Arbeit konfrontiert. Neoliberale und neoaktive Ideologien unterstützen und fördern die betriebswirtschaftliche Kolonialisierung. Mensch wird zu Zahl- Zahl zum Absolutismus. Macht und Herrschaftsstrukturen werden seit jeher erforscht und weiterentwickelt- so meint man- in der Praxis weht nach wie vor ein beugender rauer Wind. Konkurrenzkampf unter Institutionen bis hin zu unter den Sozialarbeitenden selbst – statt Solidarisierung und couragiertes Mitgefühl. 
Lets talk about it!“ Der Satz der in unserem Job wohl jedes Problem anzugehen vermag. Wut hier, Trauer da, Burnout mittendrin. Schön, dass wir drüber gesprochen haben. So geht es mir doch gleich viel besser. – Nicht! Wie lange müssen wir als Professionelle noch über die prekären Zustände in unserem Alltag sprechen, bis wir verstehen, dass ganz zum Schluss zum Reden auch ein Handeln gehört? Immerhin predigen wir das täglich unseren Nutzer*innen. Wo bleibt also unser selbstorientiertes Empowern?
Es geht dabei nicht nur um unsere Selbsthygiene, wenn wir von miserablen Arbeitsbedingungen, stark schwankenden Ungerechtigkeiten, Ausbeute, Machtmissbräuchen- Behinderungsmächten (hier anlehnend an Staub- Bernasconi und Jane Addams), Unwissenheit, Verweigerung und Haltung sprechen.
Vor allem geht es dabei, um jeden Menschen der sich von uns Unterstützung wünscht. Und es geht darum, endlich den Weg in eine humanistische Gesellschaft zu finden.
Kommt man mit den Fachkräften in das Gespräch, so macht sich überall die selbe Unzufriedenheit bemerkbar. Die einen geben auf, die anderen haben sich verkämpft. Hier eine kleine Demo- da eine  Online- Petition- und irgendwo noch ein paar Social Media Beiträge. Die einen wollen mehr Anerkennung für die Profession der Sozialen Arbeit, die anderen für die Menschen die sie als Hilfsangebot nutzen. So macht jede/r dezentral Seins.
MUSS DAS SEIN? Homo Sociologicus – Der Mensch ist ein soziales Wesen (nach Dahrendorf). Das heißt: Wir brauchen einander! Natürlich werden Einzelkämpfer*innen irgendwann müde. Natürlich trägt sich eine Last auf 100 Schultern leichter, als auf einer.  Lasst uns endlich gemeinsam laut werden! Lasst uns die Wut und Trauer gemeinsam tragen und etwas Serotonin in diese tristen Tage bringen.

Was soll das Ganze?

Das Projekt #ichhabssatt! soll Problemlagen innerhalb der Sozialen Arbeit aufzeigen und dabei mehr als ein weiterer Versuch der Awareness-Arbeit ohne Ergebnis sein. Wir wollen mehr! Wir haben es satt!
Wir haben mit Sozialarbeitenden aus den unterschiedlichsten Handlungsfeldern unserer Profession gesprochen und sie darum gebeten ihre Erfahrungen mit uns zu teilen. Jede Revolution fängt klein an. Diese Berichte sollen verdeutlichen, dass IHR, die ihr euch angesprochen fühlt, nicht alleine seid mit eurer Unzufriedenheit! Wir laden dazu ein, diese Berichte zu diskutieren und schon erste Handlungsmöglichkeiten daraus abzuleiten.
Wir wollen mehr! #ichhabssatt! wird kein weiteres Archiv an Anmerkungen und Feststellungen. Es gilt etwas zu ändern! Die Berichte sollen dazu aufrufen gemeinsam mit anderen betroffenen Professionen und Betroffenen, multiperspektivisch Lösungen für die nahezu überall aufkommenden Missstände zu finden, um letztlich Politik und Gesellschaft zum Handeln zu animieren.
Nach etwa zwei Monaten möchten wir gemeinsam mit allen interessierten Menschen an einer Veränderung arbeiten. Stück für Stück, gemeinsam ans Ziel. 
 Wie machen wir das? Wir suchen gemeinsam mit euch ein erstes Problem aus und werden den Weg zur möglichen Lösung transparent mit euch bearbeiten. Wir hoffen damit eine Welle der Veränderung loszutreten.

Wir rufen dazu auf, unter dem #ichhabsatt! eine erste Bewegung der Solidarisierung ins Rollen zu bringen. 

Durch Umfragen wollen wir eure Meinung hören. Welches Problem gehen wir also zuerst an? Welche der diskutierten Handlungsmöglichkeiten  werden Tatsächlichkeit und/oder gibt es mehre Optionen? Wer kann dabei wie tätig werden?
„Teilt mit uns eure Erfahrungen, bringt den Korpus Delicti auf den Tisch! Und dann…lasst ihn uns gemeinsam angehen! Meckern kann jede*r, Machen ist hier das Stichwort!
#ichhabssatt!